{"id":91,"date":"2018-05-15T13:27:36","date_gmt":"2018-05-15T11:27:36","guid":{"rendered":"http:\/\/c-stabenow.com\/site\/?page_id=91"},"modified":"2025-11-19T08:10:28","modified_gmt":"2025-11-19T07:10:28","slug":"hiddenseeschmuck","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/c-stabenow.com\/site\/hiddenseeschmuck\/","title":{"rendered":"Hiddenseeschmuck"},"content":{"rendered":"<p>Der Goldschmuck wurde in den Jahren 1872 und 1874 auf der Insel Hiddensee von Fischern gefunden. Angeblich wurde er nach mehreren Sturmfluten an den Strand der Insel gesp\u00fclt. Unter Mitwirkung von Hofjuwelier Ahrens (damaliger Inhaber des Juweliergesch\u00e4ftes Badenstr. 1 \u2013 seit Anfang 1900 im Besitz der Firma C. Stabenow) gelangte der wertvolle Fund ins Stralsunder Museum.<\/p>\n<p>Der Goldschmuck von Hiddensee besteht aus folgenden 16 Geschmeideteilen mit einem Gewicht von 596 g Feingold:<\/p>\n<p>1 Schalenspange (Gewandspange) 8 cm Durchmesser, 114 g<br \/>\n1 geflochtener Halsreif 44 cm L\u00e4nge, 153 g<br \/>\n6 verschiedene gro\u00dfe kreuzf\u00f6rmige H\u00e4ngest\u00fccke von 6,4 x 6,4 bis 6,4 x 6,7 cm Gr\u00f6\u00dfe, von 34-40 g<br \/>\n4 verschiedene kleine kreuzf\u00f6rmige H\u00e4ngest\u00fccke von 4,7 x 5,0 bis 4,1 x 5,4 cm Gr\u00f6\u00dfe, 20-22,4 g<br \/>\n4 kleine Zwischenglieder 2,1 x 1,2 cm Gr\u00f6\u00dfe, 5-6 g<\/p>\n<p><strong>Kreuzmotiv<\/strong><br \/>\nUnbestritten ist die Verbindung der christlichen Kreuzform mit der \u201ewikingischen&#8220; Tiersymbolik. Der Tierkopf in der Mitte k\u00f6nnte ein Adler- oder Eulenkopf sein. Einige Wissenschaftler sprechen aber auch von griechisch-byzantinischen Einfl\u00fcssen, andere sehen eine verbl\u00fcffende \u00c4hnlichkeit mit der Hammerform des Gottes Thor (aus der nordischen Mythologie).<\/p>\n<p><strong>Fibelmotiv<\/strong><br \/>\nDas Kreuz in der Mitte kann als christliches Symbol bewertet werden. Die wikingische Goldschmiedekunst zeigt uns feinste Golddrahtverschlingungen , zarte Rosetten und winzige aufgestreute K\u00fcgelchen des Goldgranulates. Mit etwas Phantasie kann man sich Schlangen mit kunstvoll verschlungenen K\u00f6rpern vorstellen, es k\u00f6nnten aber auch 4 einander gegen\u00fcber gestellte Drachenk\u00f6pfe sein, deren Leiber in zweizehigen Klauen enden.<\/p>\n<p>Es handelt sich um den gr\u00f6\u00dften wikingischen Schmuckfund Deutschlands. Er ist vermutlich in der 2. H\u00e4lfte des 10. Jahrhunderts in einem Kunstzentrum J\u00fctlands f\u00fcr einen F\u00fcrsten o.\u00e4. hergestellt worden. Es gibt deutliche Hinweise auf den d\u00e4nischen Wikingerk\u00f6nig Harald Blauzahn, der als erster Christenk\u00f6nig von 940-986 regierte. Erw\u00e4hnt werden mu\u00df auch, da\u00df im einstigen Wikingerhafen Haitabu (Schleswig) erstaunlich \u00e4hnliche Schmuckst\u00fccke bzw. deren Gu\u00dfformen gefunden wurden<br \/>\nAls Wikinger oder auch Normannen werden fr\u00fchmittelalterliche skandinavische Krieger und Kaufleute bezeichnet. Vom 8.-11. Jahrhundert brachten Entdeckungsfahrten, Raubz\u00fcge und Eroberungen die Wikinger bis an die K\u00fcsten West- und Osteuropas, Islands, Gr\u00f6nlands und Nordamerikas.<br \/>\nDie \u201eWikingerkunst&#8220; fand in erster Linie Ausdruck in der Gestaltung von Schmuck- und Gebrauchsgegenst\u00e4nden. Anfangs war der germanische Tierornamentik vorherrschend, die sich sp\u00e4ter mit Pflanzen-, Rauten- und Spiralmotiven verbindet. Greiftiere und Vierf\u00fc\u00dfler mit verzerrtem K\u00f6rper, Kombinationen von Tierk\u00f6pfen mit kringelf\u00f6rmigen Bandgeflechten sowie D\u00e4monenmasken kommen hinzu. Der zunehmende Einflu\u00df des Christentums im 10.\/11. Jahrhundert spiegelt sich durch die Verwendung neuer Symbole, z.B. Kreuz und Kruzifix, L\u00f6we und Schlange, wieder.<\/p>\n<p>Das Schicksal und die Herkunft dieses Schmuckes sind nach wie vor abenteuerlich und ungekl\u00e4rt.<br \/>\nEinig sind sich die Experten aber dar\u00fcber, da\u00df der \u201eHiddenseer Goldschmuck&#8220; als eines der sch\u00f6nsten Zeugnisse skandinavischer Goldschmiedekunst gilt.<\/p>\n<p>Traditionell seit 1920 werden im Hause Stabenow die Kreuzmotive und das Fibelmotiv in verkleinerten Nachbildungen als Anh\u00e4nger, Brosche, Nadel, Ring, Manschettenknopf, Ohrschmuck und Armband in 925\/000 Silber, galvanisch vergoldet, angefertigt. Die St\u00fccke k\u00f6nnen auch in allen Goldlegierungen bestellt werden. Die hauseigene Werkstatt steht f\u00fcr individuelle W\u00fcnsche gern zur Verf\u00fcgung. Schauen Sie bei einen Stralsundbesuch vorbei oder rufen Sie uns an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Goldschmuck wurde in den Jahren 1872 und 1874 auf der Insel Hiddensee von Fischern gefunden. Angeblich wurde er nach mehreren Sturmfluten an den Strand der Insel gesp\u00fclt. Unter Mitwirkung von Hofjuwelier Ahrens (damaliger Inhaber des Juweliergesch\u00e4ftes Badenstr. 1 \u2013 seit Anfang 1900 im Besitz der Firma C. 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